Neue Vitalität für die Stadt – Communitygedanke ins Zentrum rücken

„Stadtentwicklung ist kein Leuchtturmdenken, vielmehr kommt es auf einen langen Atem, Stärkung der Zentralität und eine neue Vitalität an“, so Bürgermeister Dr. Nico Ritz aus Homberg/EFZE. Der Rathauschef aus der benachbarten Schwalm stellte in einer Veranstaltung mit Bürgermeisterkandidat Karsten Vollmar den bekannten „Summer of Pioneers“ vor, denn auch in Homberg waren nach dem Abzug der Bundeswehr, der Zunahme des Onlinehandels und stagnierender Stadtentwicklung Leerstände zu verzeichnen. Ladeninhaber gaben auf, Wohnungen standen leer – auch in Bad Hersfeld ein weit verbreitetes Phänomen. Doch was tun? 

In Homberg lud man 20 „Pioniere“ ein – rund um den Maktplatz, in verbilligte Wohnungen, mit innovativen Konzepten kamen auch StartUps zum Testen und vor allem zum Bleiben. Ein Co-Working-Space wurde zur Verfügung gestellt, der Marktplatz mit der Funktion „wohnen, leben, arbeiten“ zog damit junge Menschen an, denen vor allem eines wichtig ist: Der Community-Gedanke. „Genau dieses Denken einer Stadtgesellschaft, die nach Potenzialen fragt, die Lebensqualität mit neuer Vitalität verbindet und vor allem neues Leben in die Stadt und damit auch in Konsequenz in die Stadtteile bringt, stelle ich mir auch für Bad Hersfeld vor“, so Bürgermeisterkandidat Karsten Vollmar. Gelingen kann das – siehe Homberg – auf vielfältige Weise, z. B.  mit einer zentral gelegenen neuen Kita, der Stärkung der Altstadt durch neue Wohnfunktionen oder auch Co-Working-Spaces. Dr. Ritz betonte dabei, dass der Handel alleine einen begrenzten Markt darstelle. Insofern sei man in Homberg froh, dass von den 20 Pionieren 8-9 nun dauerhaft geblieben seien.

 „Bad Hersfeld hat diese Potenziale ebenfalls – in den Bereichen Tagungen, Tourismus und Lebensqualität haben wir starke Entwicklungsmöglichkeiten. Mit meinen Vorschlägen zur Neugestaltung von Teilen des Marktplatzes und Co-Working-Spaces sind wir auch auf dem richtigen Weg, mehr Vitalität in den Leerständen zu schaffen. Um das positive „Grundrauschen“ zu erzeugen, welches für gelingende Stadtentwicklung unabdingbar ist, müssen wir den Communitygedanken stärken und junge Menschen aus den Ballungsräumen für ein Leben in der Stadt anziehen. Dann profitieren automatisch auch die Stadtteile. Wir müssen uns wieder auf Augenhöhe begegnen, Haltung zeigen und die Probleme gemeinschaftlich lösen. Dazu ist es auch wichtig, dass Stadtentwicklung, Stadtmarketing, Stadtplanung und Stadtbauwesen enger verzahnt und konzertiert arbeiten und kommunizieren“, so SPD-Bürgermeisterkandidat Karsten Vollmar abschließend.    

Bildunterschrift: Machen, was wichtig ist: Bürgermeisterkandidat Karsten Vollmar und Bürgermeister Dr. Nico Ritz (v. l.) nach der Diskussionsrunde. Foto: privat