Den Menschen Raum geben – Neugestaltung des Marktplatzes um die Feuergrube

Moderne Stadtentwicklung setzt darauf, den Menschen wieder mehr Räume und Plätze zurückzugeben, wo man verweilen und sich aufhalten kann. „Räume der zufälligen Begegnung und Ruhe lautet die Devise. Daher sollten wir den Mut aufbringen, dieses Prinzip auf den Bereich des Marktplatzes zwischen der Imbissbude, der Schwanen-Apotheke, den Restaurants und dem Sportlereck anzuwenden – einen Platz neugestalten, der vielfältige Möglichkeiten bietet und das Entrée zur Innenstadt deutlich aufwertet“, so Bürgermeisterkandidat Karsten Vollmar.

 Folgende Aspekte sind mir dabei besonders wichtig:

  • Aufwertung der Feuergrube als identitätsstiftendem Symbol und Anlaufstelle für die Menschen.
  • Wöchentlicher Biomarkt mit regionalen Produkten an Samstagen – der Direktvertrieb regionaler Produkte in der Innenstadt wird somit forciert und möglich gemacht.
  • Die räumliche Erweiterung des Wochenmarktes ist ebenfalls möglich.
  • Eine wesentlich stärkere Begrünung des Platzes wird umgesetzt und die Ausstattung mit modernen Sitzgelegenheiten mit der Option zur Gestaltung als kleiner Eventfläche bzw. -Bühne mit ca. 50-100 Menschen wird geschaffen. Alle Einheiten sind transportabel.

  • Überdachte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder inklusive Ladestationen werden geschaffen und bieten an einem zentralen Platz eine gute Möglichkeit der sicheren Verwahrung der Zweiräder.
  • Parkraum wird neugestaltet: Plätze für mobilitätseingeschränkte Personen direkt am oberen Bereich des Platzes rund um die Apotheke/Würstchenbude. Der restliche Parkraum wird abgewickelt und der Bereich komplett verkehrsgeschlossen. Die Elektroladestationen sollen verlegt werden.
  • Ausbau der Außengastronomie für Naxos, Sportlereck, Pizzeria, Eisdiele und Grillbude (die muss sich zum Platz hin orientieren) wird möglich und umsetzbar.
  • Wir werden beim Lullusfest flexibler, da der aufgestellte Baumersatz schnell abtransportiert ist. Eine Vergrößerung des Festzeltes nach der Freveltat an den Linden scheidet dabei aus: Die Feuergrube wird als begrenzendes Element dargestellt und dementsprechend gestaltet als zentraler Lollsort im Platz.
  • Das „gestrandete Schiff“ kann nun entweder an seinem Ort bleiben oder versetzt werden – der Ärger darüber ist weg.
  • Finanzierbarkeit: Geringer Mittelansatz notwendig, die ausfallenden Parkgebühren sind überschaubar und können kompensiert werden. Fördermittel, Gastroeinnahmen, weniger Umbaukosten bei Lollsfest minimieren ebenso den Einsatz. Das Projekt kann in mehreren Etappen entwickelt werden.,

„Mehr noch: In diesem Bereich können die weiteren städtebaulichen Hausaufgaben angegangen werden. Die Marktlücken 34/35 werden mittelfristig geschlossen, das ist ein erklärtes Ziel meiner Politik“, so Vollmar. Außerdem wird die Stadtbibliothek dergestalt umgeplant, dass die Kartenzentrale und das Bürgerservicebüro zentral zugänglich und wesentlich länger geöffnet sind als bisher.

All das soll unter dem Prinzip der „urbanen Resilienz“ geschehen: Wir müssen Bad Hersfeld fit und robust machen für die Herausforderungen der Zukunft: Klimawandel, Digitalisierung und Wohnen (in der Stadt). Daran sollen sich alle politischen Maßnahmen orientieren. Quartiersentwicklung spielt dabei eine große Rolle: Mit Lenkungseffekten wie diesem wird auch die Verkehrswende gestaltet – weniger Auto, mehr Mensch. Dabei behalten wir dennoch die Arzt- und Apothekenbesucher im Blick, für die sich bei o. g. Ideen die Lage der Parkplatzsuche und Erreichbarkeit deutlich verbessert, so Karsten Vollmar.

 „Wir müssen endlich das machen, was wichtig und möglich ist“, so Vollmar. Die skizzierte Idee ist sicherlich eine langfristige Aufgabe und wird nicht über Nacht umzusetzen sein. Dennoch: Auch im Wahlkampf muss man realistische und finanzierbare Vorstellungen haben, die den Menschen nutzen.